Ukrainische Unternehmen blicken nach Indien

Business in der Ukraine: Ukrainische Unternehmen blicken nach Indien

Da asiatische Märkte ein enormes Wachstumspotenzial haben, erweitern ukrainische Ausführer ihren globalen Horizont. Ukrainische Investoren zeigen sich in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien so optimistisch wie nie zuvor. Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 rechnen ukrainische Unternehmen in kommenden Jahren mit weiteren Gewinnsteigerungen.

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Die geopolitischen Auswirkungen des EU-Assoziierungsabkommens haben die Schlagzeilen der letzten Jahre dominiert, doch viele ukrainische Unternehmen entdecken noch größere Möglichkeiten in der Osterweiterung. Asien bietet ukrainischen Unternehmen die Chance, einige der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt zu erschließen, während sich die wachsende Bevölkerung bereit erklärt, von dem landwirtschaftlichen Reichtum und den Tech-Know-hows der Ukraine zu profitieren.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 wurde Indien zum größten Einzelmarkt für ukrainische Agrarprodukte, indem die landwirtschaftlichen Exporte nach Indien über 11 Prozent aller ukrainischen Agrarexporte mit einem Wert von rund 1,5 Mrd. US-Dollar ausmachten. Dieser Trend hin zu asiatischen Märkten unterstreicht den sich stets erweiternden Horizont für die ukrainischen landwirtschaftlichen Unternehmen und betont gleichzeitig das Potenzial, das große asiatische Märkte wie die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien bieten. Die Ukraine gehört zu den weltweit führenden Exporteuren von Sonnenblumenöl, Mais und Weizen, wobei Indien bereits rund ein Drittel der Exporte von Sonnenblumenöl aus der Ukraine erhält. Der Anteil der Ukraine am indischen Markt ist im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent gestiegen und macht nun 39,4 Prozent der indischen Sonnenblumenölimporte aus. Viele Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren verstärken wird.

Die zunehmend beeindruckenden asiatischen Exportzahlen der Ukraine haben die Aufmerksamkeit von Regierungsbeamten auf sich gezogen, die für die Förderung ukrainischer Exporte auf den Weltmärkten verantwortlich sind. Dies führte im Frühherbst 2017 zu einer Handelsmission nach Indien. Die Mission, die vom ukrainischen Exportförderungsbüro organisiert und von der Western NIS Enterprise Fund (WNISEF) finanziert wurde, besuchte Neu-Delhi und Mumbai.

Diese Handelsmission ist ein Beispiel für den proaktiven Ansatz der Ukraine. Das vor kurzem gegründete Exportförderungsbüro des Landes hat eine Reihe ähnlicher Missionen weltweit koordiniert, um neue Märkte zu erschließen und über die relativ engen Grenzen der ehemaligen Sowjetunion hinauszugehen. Die Indien-Mission wird als eine Demonstration der Bereitschaft der Ukraine angesehen, die Initiative zu ergreifen, sich als internationaler Handelspartner zu positionieren.